Alpentour in Laax-
Als wir (Mude, Nalden, Dirk und ich) uns an diesem sonnigen Samstagmorgen in Altburg
treffen, lässt sich bereits erahnen, dass es an diesem Tag ziemlich heiß werden wird.
Auf dem Weg zu unserer Verabredung mit Teddy an der Autobahnraststätte Neckarburg
überholen wir Scherry, der mit dem Auto nach Laax fährt. Aufgrund des sommerlichen
Wetters haben wir uns für die schnellste Strecke entschieden und die führt uns hauptsächlich
über die Autobahn. Auf der A81 geht es weiter Richtung Singen – Winterthur – St.
Gallen – Chur. Bei Reichenau verlassen wir die Autobahn und fahren die letzten
15 km bis zum Ziel über die Landstraße. Als wir gegen halbzwei die gemietete Ferienwohnung
in Laax-
Natürlich darf an unserem ersten Alpentour-
Am Sonntag brechen wir nach einem gemütlichen Frühstück zu unserer ersten Tour auf. Sie führt über Ilanz die Rheinschlucht entlang – Rhäzüns – Thusis – Tiefencastel – Albulapass – St. Moritz – Silvaplana – Julierpass und Chur nach Flims. Dort lassen wir uns ein erfrischendes Eis schmecken, bevor wir zurück zur Ferienwohnung fahren (Gesamtstrecke ca. 250 km).
Am Montag fahren wir über Disentis – Oberalppass – Andermatt – Furkapass – Grimselpass – Innertkirchen – Sustenpass – Wassen – Andermatt – Oberalppass – Disentis – Laax (Gesamtstrecke ca. 270 km). Die kurvenreichen Passstraßen haben schon einen gewissen Spassfaktor, um nicht zu sagen „Suchtpotential“. Da es in den Tälern mit bis zu 34° in der Motorradkluft kaum auszuhalten ist, legen wir unsere Pausen fast ausschließlich auf die Passhöhen. Trotzdem sind wir abends ganz schön erschlagen von der Hitze. Ein kräftiges Gewitter sorgt für die dringend nötige Abkühlung.
Am Dienstagmorgen ist Rafting angesagt. Bereits am Samstag haben wir in einem Prospekt
der Touristik-
Abends besucht uns ein Pärchen aus Chur, das Scherry in einem Dartforum im Internet
kennen gelernt hat. Beim gemeinsamen Käsefondue erfahren wir, dass dies eigentlich
ein klassisches Winter-
Am Mittwoch wollen wir der Empfehlung unseres Rafting-
Abends schauen wir uns beim Public-
Da am Donnerstagmorgen die Berge nebelverhangen sind, beschliessen wir, eine Wanderung zu unternehmen. Nach einem Blick in ein Wanderprospekt steht schnell fest, dass die Aussichtsplattform „Il Spir“ (wegen seiner Form auch Mauersegler genannt) unser Ziel sein wird. Diese haben wir bereits am Dienstag beim Raften vom Boot aus gesehen. Der ausgeschilderte Wanderweg führt hauptsächlich durch den Wald; bergauf und bergab. Vorbei an massenhaft Waldbeeren und wilden Orchideen. Zahlreiche Wurzeln bilden unwillkommene Stolperfallen. Auf einigen Metern Länge ist der Weg von herabgefallenem Geröll verschüttet, sodass wir auf den losen Steinen balancieren müssen. Rechts vom Weg fällt die Felswand senkrecht 300 m tief ab in die Schlucht und es gibt nichts, an dem man sich festhalten könnte. Jetzt bloß nicht nach unten schauen und bloß nicht dran denken, was wäre wenn … ? Eine echte Herausforderung – vor allem für die Nichtschwindelfreien unter uns. Als wir um die Mittagszeit die 380 m über dem Rheintal schwebende Aussichtsplattform erreichen, hat sich der Nebel bereits aufgelöst und kein Wölkchen trübt mehr den strahlend blauen Himmel. Der 180° Panoramablick, den wir von hier aus genießen können, ist wirklich eindrucksvoll. Die Gebäude, der Vorderrhein und die Eisenbahnlinie, die an seinem Ufer entlangführt – das alles erinnert an eine Modelleisenbahn. Da wir auf dem Rückweg das Geröllfeld umgehen wollen, suchen wir uns unter den zig ausgeschilderten Wanderstrecken eine aus, die in eine ähnliche Richtung führt. Auch diese Strecke weist steile Anstiege auf wurzelbepackten Trampelpfaden auf, jedoch können wir mehrheitlich auf geschotterten Wegen laufen. Mittlerweile brennt der Planet gnadenlos vom Firmament. Und trotz dem, dass auch dieser Weg mehrheitlich durch den Wald führt, rinnt uns der Schweiß in den Kragen. Von einem Höhenweg aus haben wir einen tollen Blick auf den als Freibad genutzten Caumasee in Flims, in dem wir bei unserer Alpentour im Jahr 2000 ein kühles Bad genommen haben. Als wir nach der 5stündigen Wanderung wieder an unserer Ferienwohnung ankommen, spüren wir alle eine gewisse Erschöpfung in unseren wanderungeübten Beinen und legen diese erstmal hoch.
Am späten Nachmittag zieht dann ein starkes Gewitter auf, das mehrere Stunden über
der Region wütet und das Tal und die Berge in Nebel hüllt. Bevor wir uns gemeinsam
das EM-
Der Freitagmorgen beginnt erneut mit Nebel, der sich jedoch nach dem Frühstück schon
aufgelöst hat. So starten wir zu unserer letzten Tour vor der Heimreise am nächsten
Tag. Wir fahren über Reichenau zur Viamala-
Am Samstag sind alle relativ früh wach und wir frühstücken schon vor 8 Uhr. Danach packen wir unsere sieben Sachen, bringen den Müll zum Container und die Wohnung auf Vordermann. Nach der Wohnungsabnahme und Abrechnung durch die Vermieter, treten wir dann gegen 10 Uhr die Heimreise an. Glücklicherweise ist es heute nicht so heiß wie die letzten Tage; zum Motorradfahren genau richtig. Da auf der Autobahn relativ wenig Verkehr herrscht und wir deshalb recht zügig vorankommen, fahren wir bei Geisingen von der Autobahn ab und legen eine gemütliche Mittagspause ein. Im Biergarten einer Gaststätte finden wir ein schattiges Plätzchen, von dem aus wir unsere Mopeds mit dem Gepäck im Auge behalten können. Frisch gestärkt düsen wir dann die letzten Kilometer in Richtung Heimat.
Zusammenfassend war unsere diesjährige Alpentour sehr harmonisch und kurzweilig.
Die Wanderung und das Raften waren eine interessante und spannende Abwechslung zu
den Motorradtouren. Und selbst Scherry, der ja leider kaum an unseren Aktivitäten
teilnehmen konnte, beklagte sich nie über Langeweile. Das durchweg gute Wetter tat
sein übriges zu einem gelungenen Urlaub. Da die Lebenshaltungskosten in der Schweiz
bekanntlich ja recht hoch sind, haben wir uns ausschließlich selbst versorgt. Trotzdem
oder gerade deswegen sind wir alle wieder gesund und munter zu Hause angekommen.
Dasselbe gilt auch für unsere Maschinen. Das Einzige was in der Schweiz etwas günstiger
ist – und das kam uns sehr entgegen -
Abschließend noch feindschaftliche Grüße an die „rode Lüüs“, die uns ganz schön unsere Klamotten versaut haben.
Biggi (Schriftführerin)
Reisebericht